Anmerkung von 12/2004:

Die im folgenden beschriebene Aufrüstung des GA-586ATX-Mainboards lohnt sich wirklich nur, wenn man die benötigten Teile sowieso irgendwo rumliegen hat und man genau weiß, wofür man den Rechner einsetzen will. Es lohnt sich nicht wirklich z.B. noch einen neuen Prozessor bei Ebay für dieses Board zu kaufen! Allein das Porto für den Prozessor übersteigt den Nutzen! Z.B. unterstützt das Mainboard nur Festplatten bis 32GB und es wird nur der Speicherbereich bis 64MB durch den Cache gebuffert. Damit ist dieses Board auch für die meisten Serveranwendungen nicht gut geeignet.

Das Gigabyte Mainboard GA-586ATX ist offiziell, also gemäß der Gigabyte-Webside, maximal für dem K6-2 mit 266 MHz geeignet. Deshalb übernehme ich keinerlei Garantie, das die unten aufgeführten Informationen bei jedem Board funktionieren.

Praktisch funktionieren auf diesem Board aber AMD K6-2 Prozessoren bis 400MHz. Jedenfalls gab es auf meinem Board (Rev3.0) während der letzten 6 Jahre keine Problem. Hier meine Systemkonfiguration:

  • Mainboard GA-586ATX Rev. 3.0
  • AMD K6-2 400MHz
  • 64MB SD-Ram
  • ATI Videocharger 3D 4MB
  • Netzwerkkarte RealTek NE-2000 komp.
  • Soundblaster 16

Was muss man tun, um ein Prozessorupdate durchzuführen ?

  1. Aktuelle Version des Bios "586atx_20.bin" und das passende Flashtool "awdflash" von der Gigabyte-Webside herunter laden.

  2. Nun muss die aktuelle Bios-Version geflasht werden. Dabei sollten die Hinweise auf der Website unbedingt beachtet werden!!! Z.B. muss die Board-Rev. größer als 1.2 sein! Nachdem die Sicherheitskopie des alten Bios gespeichert wurde bekommt man eine Fehlermeldung, das der aktuelle Produktcode nicht mit der des neuen Bios übereinstimmt. Diese Fehlermeldung kann man ignorieren. Mein Board hatte z.B. den Produktcode "i430TX-W877-2A59IG0EC" mit dem Datum vom 09/01/97. Nachdem das 2.0 Bios "geflasht" wurde lautet der Produktcode "i430TX-W877-2A59IGOBC-00"

    mit dem Datum 07/20/1998.
  3. Jetzt kann der alte Prozessor ausgebaut werden. Sicherheitshalber sollte man sich die aktuellen Jumpereinstellungen notieren, damit man, wenn es doch Probleme mit dem neuen Prozessor geben sollte, wenigstens den bisherigen Zustand wiederherstellen kann.

  4. Nun muss die Core-Spannung und die Taktrate eingestellt werden. Der K6-2 400MHz benötigt eine Core-Spannung von 2.2V und der Multiplikator wird auf den Wert 2 eingestellt. Intern interpretiert der K6-2 diesen Multiplikator als Faktor 6.

    Hier jetzt die dazu gehörigen Jumpereinstellungen:
    Jumper 1 2 3 4 5 6 7 8

    Off On Off Off On Off Off Off
  5. Jetzt noch ein Prozessor einbauen und fertig!!

Bei Einschalten des Rechners sollte dieser einmal sanft piepsen und die Einschaltmeldung sollte erscheinen. In dem Startbildschirm sollte der Prozessor richtig erkannt werden und die 2.2V Core-Spannung richtig angezeigt werden. Wenn das nicht der Fall ist: Ausschalten und die Jumpereinstellungen kontrollieren!!! Der Prozessor wird zerstört, wenn er längere Zeit mit einer zu hohen Core-Spannung betrieben wird!

Wenn die Einschaltmeldung okay ist, sollte der Rechner wie vorher funktionieren nur jetzt VIEL schneller! Einzig, wenn Windows95 in der A oder B-Version installiert ist ist noch ein Update von Windows notwendig. Ohne dieses Update ist der Prozessor zu schnell für Windows und es stürzt ab! Einen Link zu dem Update findet man auf der AMD-Webside im Software-Bereich.