Das Licht der Welt habe ich im April 1972 in Bremen erblickt. 1978 wurde ich eingeschult. 1992 habe ich die Schule am Hermann-Böse-Gymnasium mit dem Abitur abgeschlossen.

Danach war der Staat so fasziniert von meiner Person, dass er mich gleich für ein Jahr zu einer Art Survial-Trip nach Schleswig-Holstein (genauer gesagt den Ort Seeth) eingeladen hat. Netter Weise hatte der Bund nach der Grundausbildung ein einsehen und hat mich aus dem Nichts wieder an den Rand von Bremen, genauer nach Schwanewede, versetzt. (Anmerkung am Rand: Inzwischen sind die beiden Einheiten, bei denen ich war aufgelöst. Ich glaube aber nicht, dass da ein Zusammenhang zu meiner Person besteht.)

Thomas Wedemeyer1993 habe ich dann mit dem Studium der Elektrotechnik an der Uni Bremen angefangen. Meine Fachrichtung im Hauptstudium war die "Automatisierungstechnik". Damit gehöre ich zu den Hardcore-E-Technikern, denn von uns gab es zu der Zeit nicht so viele. Aus meinem Semester haben sich nur 4 ( in Worten: VIER ) Studenten inkl. mir für diese Fachrichtung entschieden.

Meine Entscheidung fiel für die Automatisierungstechnik, weil ich mich eigentlich sehr für den Bereich der Robotik interessiert habe, an dem hier an der Uni am IAT geforscht wird. Leider wurde dort in Bereichen geforscht, die mich nicht so wahnsinnig interessiert haben wie z.B. die Kopplung von Bildverarbeitungssystemen mit einem Industrieroboter und weniger im Bereich autonome Robotersysteme. Vor allem wurde an dem Institut nicht so praktisch gearbeitet, wie ich es mir gefällt bzw. wie ich es mir vorstellt habe. Deshalb hat es mich in den Bereich Stromrichter- und Antriebstechnik am IALB gezogen. Dort habe ich mein Projekt, das sich mit der Entwicklung und dem Aufbau einer "intelligenten" Halbbrücken-Treiberschaltung für IGBTs beschäftigt, durchgeführt. Im Anschluss daran habe ich dann dort meine Studienarbeit begonnen, die sich mit der Entwicklung eines »intelligenten« CAN-Interface beschäftigt, der über die synchrone serielle Schnittstelle an einen Steuerrechner für Stromrichter angeschlossen wird. Eine PDF-Version der Studienarbeit kann hier herunter geladen werden.

Meine Diplomarbeit mit dem Titel "Entwicklung einer Signalverarbeitung für ein miniaturisiertes Laser Doppler Anemometer" habe ich am ZARM der Uni Bremen gemacht. Einzelheiten zu der Arbeit findet man hier. (ZARM steht übrigens für Zentrum für angewandte Raumfahrt und Mikrogravitation und ist allen Bremern besser unter dem Begriff "der Fallturm" bekannt.) Die Arbeit wurde mit dem ZARM Förderpreis 2001 ausgezeichnet, der für besondere Arbeiten aus dem Themenbereich Raumfahrt von ZARM Förderverein verliehen wird.

Während des Grundstudiums habe ich Praktika bei der Firma STN und im Ausbildungszentrum der Telekom in Bremen gemacht. Das 13-wöchige Praktikum im Hauptstudium habe ich bei einer kleinen Elektronikfirma mit dem Namen Behrens-Elektronik in Bremen gemacht. Dort habe ich mich mit der Entwicklung von Mikrocontrollersystemen auf Basis von Fujitsu-Mikrocontrollern beschäftigt. (Ein paar interessante Informationen zu diesen Controllern findet man hier!). Meine Aufgaben während des Praktikums umfassten dabei sowohl den Entwurf der Hard- als auch der Software.

Neben der Schule habe ich früher ein "paar Jugend forscht-Arbeiten" gemacht. Manche dieser Arbeiten waren sogar recht erfolgreich... Meine beste Platzierung war ein 5.Platz im Fachbereich Arbeitswelt beim "Jugend forscht Bundeswettbewerb 1993". Wer mehr darüber wissen will, findet im 'Jugend forscht'-Bereich auf der Homepage mehr Informationen zu meinen Arbeiten.

Da ich inzwischen zu alt für 'Jugend forscht' war und ich mich für 'Rentner experimentieren' noch zu jung fühle, habe ich mir dann andere Herausforderungen gesucht. Deshalb hatte ich angefangen eine alte "Jugend forscht-Arbeit" weiter zu entwickeln. Bei dieser Arbeit ging es um die Entwicklung eines Mess- und Regelungssystems für Einfamilienhäuser. Finanziell unterstützt wurde ich dabei durch den Ökofonds der Stadtwerke Bremen. Allerdings ist dieses System nie richtig fertig geworden. Die Grundfunktionen waren zwar implementiert, aber die Netzwerkkommunikation lief nicht stabil. Es ist halt nicht leicht ein wirklich wasserdichtes Multimaster-fähiges Protokoll zu entwerfen und zu implementieren. Inzwischen habe ich wieder mit der Entwicklung eines Hausbussystems angefangen, diesmal auf Basis eines CAN Netzwerkes... Mehr Info's dazu gibt es aber erst, wenn ich das System fertig habe.

Nebenbei habe ich auch noch über drei Jahre als studentische Hilfskraft am ZARM (Fallturm) gearbeitet. Dort habe ich analoge Messschaltungen entwickelt und aufgebaut. Das Experiment, an dem ich mitarbeitet habe, hat sich mit der Messung der freien Konvektion bei Messungen mit quer angeströmten Hitzdrähten beschäftigt. Außerdem habe ich auch zwei Jahre das Blockseminar des Grundlagenlabor Regelungstechnik betreut, welches für das fünfte Semester im Studiengang Elektrotechnik angeboten wird. Vor ganz langer Zeit habe ich auch schon als HTML-Programmierer für die "Internationale Stadt Bremen" gearbeitet. Meine HTML-Kenntnisse sind aber auf dem Stand von HTML 3.0 eingerostet...

Seit dem Abschluss meiner Diplomarbeit 2001 habe ich als Hard- & Softwareentwickler für Behrens Elektronik gearbeitet. Dort habe ich prinzipiell alles entwickelt, was irgendwie von Mikrocontrollern gesteuert wird. Seit 2006 arbeite ich als Entwicklungs-Ing. bei einer großen amerikanischen Firma, die in Bremen Massenspektrometer entwickelt und baut. Meine Hauptaufgaben dort sind die Entwicklung und Pflege von digitalen Schaltungen auf Basis von Mikrocontrollern und FPGA's, sowie die Firmwareentwicklung.

Im August 2003 habe ich meine langjährige Freundin Mira geheiratet und seit 2008 sind wir stolze Eltern einer süssen Tochter. Da sich der Prototyp bisher gut entwickelt hat, haben wir 2011 nochmal nachgelegt und es ist wieder eine Tochter geworden. Auf Grund der weiblichen Überzahl im Haus, werde ich damit in Zukunft gar nichts mehr zu sagen haben und habe dafür wieder viel Zeit um mich in meinem Hobbykeller einzusperren... :-)

So jetzt wisst ihr alles... fast jedenfalls! Oder nicht? Naja, ist ja auch nicht so wichtig, oder doch? Wenn doch, findet man hinter 'A bis Z' zu jedem Buchstaben des Alphabets einen Begriff, der mir ganz spontan eingefallen ist.